Das Hochzeitskleid von Elisabeth von Österreich-Ungarn, das sie bei ihrer Vermählung mit Kaiser Franz Joseph I. von Österreich am 24. April 1854 trug, bestand aus weißer Seide und war mit feinen Silberstickereien sowie kostbarer Spitze verziert. Die damals erst 16-jährige Kaiserin erschien darin in jugendlicher Eleganz und entsprach zugleich den repräsentativen Anforderungen des Wiener Hofes.
Eine besondere Geschichte verbindet sich mit diesem Kleidungsstück: Das ursprüngliche Hochzeitskleid wurde später zu einem liturgischen Vespermantel umgearbeitet. Dieser kostbare Mantel hat sich bis heute erhalten und wird in der Basilika Maria Taferl aufbewahrt. Damit stellt er ein seltenes Zeugnis der Verbindung zwischen dem österreichischen Kaiserhaus und einem der bedeutendsten Wallfahrtsorte Österreichs dar.
Nun kommt das bedeutende Kleidungsstück nach St. Paul und wird dort die aktuelle Sonderschau "frau:macht:kunst - Mädchenlaune oder Meisterwerk?" bis Ende Oktober 2026 bereichern. Präsentiert wird es am 8.7.2026 um 19 Uhr im Museum des Stiftes St. Paul.